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Grundstücksmarktbericht Bremen 2017: Überblick

Preisentwicklung

Seit über zehn Jahren ist am Bremer Immobilienmarkt eine Ausdifferenzierung des Marktes zu beobachten. Die Preisentwicklungen der wesentlichen Teilmärkte orientieren sich stark an Wohnlagen. Der Gutachterausschuss hat dieser Entwicklung Rechnung getragen und getrennte Auswertungen für bevorzugte Wohnlagen und normale Stadtlagen vorgelegt.
Eine zusammenfassende Betrachtung über die letzten fünf Jahre auf der Auswertebasis von Quadratmeterpreisen führt zu folgenden Ergebnissen:

  • Das Preisniveau für weiterverkaufte Einfamilienhäuser (Reihenhäuser, Doppelhaushälften, freistehende Ein-/Zweifamilienhäuser) zieht seit 2012 in bevorzugten Wohnlagen durchschnittlich um rund 50% an, in normalen Stadtlagen um rund 21%.
    In 2016 steigt das Preisniveau im Vergleich zum Vorjahr um rund 7% in bevorzugten Wohnlagen und um rund 8% in normalen Stadtlagen.
  • Das Preisniveau für weiterverkaufte Eigentumswohnungen (ursprüngliche Erstverkäufe und ursprüngliche Umwandlungen) zieht seit 2012 in bevorzugten Wohnlagen durchschnittlich um rund 38% an, in normalen Stadtlagen um rund 31%.
    In 2016 steigt das Preisniveau im Vergleich zum Vorjahr in bevorzugten Wohnlagen um rund 12%, in normalen Stadtlagen um rund 14%.

Kaufvertragszahlen

Die Fallzahlen sind am Gesamtmarkt in Bremen im Berichtsjahr 2016 mit 7.307 registrierten Kaufvertragsabschlüssen gegenüber dem Vorjahr (7.233 Kaufverträge) um rund 1,0% gestiegen. Die Anzahl unbebauter Grundstücke (404 Kaufverträge zu 428) ist leicht zurückgegangen. Kauffälle über Eigentumswohnungen nahmen um 4,6% auf 3.945 Verträge zu, Käufe bebauter Objekte blieben mit 2.740 Fällen (2.722) nahezu unverändert.

Geld- und Flächenumsatz

Erneut kann der Geld- und Flächenumsatz im Gesamtmarkt der Stadt Bremen nicht vollständig angegeben werden. Bedingt durch Personalmangel war es der Geschäftsstelle leider nicht möglich, die Kaufverträge über unbebaute Grundstücke aus 2016 auszuwerten.

Unbebautes Wohnbauland in Bremen

Der aufgelaufene Bearbeitungsrückstand konnte teilweise aufgearbeitet werden. Die veröffentlichten Daten enthalten die Preisentwicklung bis 2014.

Ein- und Zweifamilienhäuser (freistehende Häuser, Doppelhaushälften, Reihenhäuser)

Die Durchschnittspreise für Neubauten zeigen 2016 lagewertabhängig eine uneinheitliche Tendenz.
Der Durchschnittspreis verkaufter Objekte aus dem Altbestand (Baujahre bis 2011) lag im Vergleich zu 2015 für Reihenhäuser bei rund 204.000 Euro (+ 8,6%), für Doppelhaushälften bei rund 213.000 Euro (+ 17%) und für freistehende Ein- und Zweifamilienhäuser bei rund 258.000 Euro (- 0,7%).

Eigentumswohnungen

Erstverkäufe von Eigentumswohnungen fanden auch 2016 weit überwiegend in guten und sehr guten Wohnlagen statt. Mit 3.910 Euro/ (Wohnfläche) lag das durchschnittliche Preisniveau um 13,2% über dem Vorjahr. Damit ist in diesem Teilmarktsegment ein neuer Höchststand erreicht.
Der durchschnittliche Kaufpreis für weiterverkaufte Eigentumswohnungen stieg von 2015 auf 2016 um rund 6,6%. Jedoch gibt es weiterhin starke Preisunterschiede zwischen „echten“ Eigentumswohnungen und ehemaligen umgewandelten Sozialwohnungen. Bezogen auf das jeweilige Preisniveau werden in beiden Kategorien in 2016 neue Höchststände registriert.